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Basiszins Tabelle 2018–2026 — alle Werte für die Vorabpauschale

Aktualisiert: 1. Juli 2026  ·  Referenzseite — wird jährlich aktualisiert  ·  Von RetireRangers

Alle offiziellen Basiszins-Werte des Bundesfinanzministeriums seit Einführung der Vorabpauschale 2018 — in einer Tabelle, mit Beispielrechnung für jedes Jahr. Diese Seite wird jedes Jahr im Januar aktualisiert, sobald das BMF den neuen Basiszins veröffentlicht. Zitieren und Verlinken ausdrücklich erwünscht.

Basiszins 2026: 2,53% — damit beträgt die Vorabpauschale 1,771% des Fondswerts vom 1. Januar 2026 (gedeckelt durch die tatsächliche Wertsteigerung). Fällig und abgebucht wird sie Anfang Januar 2027.

Die komplette Basiszins-Tabelle

Jahr Basiszins Vorabpauschale-Satz
(Basiszins × 0,7)
Vorabpauschale je €10.000
(Aktien-ETF, nach 30% Teilfreistellung)
Steuer je €10.000
(26,375%, ohne FSA)
20262,53%1,771%€123,97€32,70
20252,53%1,771%€123,97€32,70
20242,29%1,603%€112,21€29,60
20232,55%1,785%€124,95€32,96
2022−0,05%€0 (Basiszins negativ)€0
2021−0,45%€0 (Basiszins negativ)€0
20200,07%0,049%€3,43€0,90
20190,52%0,364%€25,48€6,72
20180,87%0,609%€42,63€11,24

Quelle der Basiszins-Werte: jährliche BMF-Schreiben zur Bestimmung des Basiszinses nach § 18 Abs. 4 InvStG. Beispielrechnung: Aktien-ETF mit 30% Teilfreistellung, Fondswert €10.000 am 1. Januar, Wertsteigerung im Jahr größer als die Vorabpauschale (keine Deckelung), kein Freistellungsauftrag.

So liest du die Tabelle

Vorabpauschale = Fondswert am 1. Januar × Basiszins × 0,7
Steuerpflichtig (Aktien-ETF) = Vorabpauschale × 0,7  // 30% Teilfreistellung
Steuer = steuerpflichtiger Betrag × 26,375%

Zwei wichtige Deckelungen: Die Vorabpauschale kann nie höher sein als die tatsächliche Wertsteigerung deines Fonds im Jahr (ist der Fonds im Minus, fällt nichts an), und bei negativem Basiszins (wie 2021 und 2022) entfällt sie komplett.

Was auffällt: 3 Beobachtungen aus 9 Jahren

1. Die Vorabpauschale war 4 von 9 Jahren praktisch null

2020 bis 2022 spielte die Vorabpauschale wegen der Nullzinsphase fast keine Rolle. Viele Anleger, die 2020–2022 angefangen haben, wurden im Januar 2024 zum ersten Mal von einer echten Abbuchung überrascht — daher die vielen verwirrten Reddit-Threads jeden Januar.

2. Seit 2023 ist sie ein fester Kostenfaktor

Mit Basiszinsen um 2,3–2,6% liegt die jährliche Steuer je €10.000 Fondsvermögen bei rund €30–33 (ohne Freistellungsauftrag). Bei einem €100.000-Depot sind das über €300 pro Jahr — Geld, das im Januar liquide auf dem Verrechnungskonto liegen muss.

3. Der Freistellungsauftrag deckt viel ab

Die steuerpflichtige Vorabpauschale eines €56.000-Depots (Aktien-ETF) liegt 2026 bei etwa €694 — noch unter dem Sparerpauschbetrag von €1.000. Wer seinen Freistellungsauftrag richtig eingerichtet hat, zahlt bis zu dieser Depotgröße effektiv keine Steuer auf die Vorabpauschale.

Januar-Checkliste: Genug Guthaben auf dem Verrechnungskonto? Trade Republic und Scalable verkaufen sonst automatisch Anteile. Faustregel: 0,5% des Depotwerts als Puffer bereithalten.

Diese Tabelle zitieren oder einbetten

Diese Referenztabelle darf mit Quellenangabe frei verwendet werden (CC BY 4.0) — in Blogartikeln, Foren, Präsentationen oder Studienarbeiten. Als Quellenangabe genügt ein Link: <a href="https://www.retirerangers.com/blog/basiszins-vorabpauschale-tabelle">Basiszins-Tabelle 2018–2026 (RetireRangers)</a>

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Häufige Fragen

Wie hoch ist der Basiszins 2026?
2,53% — festgelegt anhand der Zinsstrukturdaten öffentlicher Anleihen zum ersten Börsentag 2026 und per BMF-Schreiben veröffentlicht.
Wer legt den Basiszins fest?
Die Deutsche Bundesbank ermittelt ihn, das Bundesfinanzministerium gibt ihn offiziell bekannt — in der Regel im Januar des jeweiligen Jahres.
Warum gab es 2021 und 2022 keine Vorabpauschale?
Der Basiszins war in beiden Jahren negativ (−0,45% bzw. −0,05%). Bei negativem Basiszins entfällt die Vorabpauschale vollständig.
Gilt die Tabelle auch für Mischfonds und Renten-ETFs?
Die Basiszins-Werte ja, die Beispielrechnung nicht ganz: Mischfonds haben 15% Teilfreistellung, Renten-ETFs 0%. Die steuerpflichtige Vorabpauschale fällt dort entsprechend höher aus.
Wann wird die Vorabpauschale für 2026 abgebucht?
Sie gilt am ersten Werktag 2027 als zugeflossen und wird im Januar 2027 vom Verrechnungskonto abgebucht.

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