Wann sollte ich mein Portfolio rebalancieren?
Ein ETF-Portfolio driftet mit der Zeit von seiner Zielallokation ab — stärkere Positionen wachsen schneller und werden übergewichtet, schwächere werden untergewichtet. Das erhöht das Risiko schleichend.
Die 5/25-Regel ist die bewährteste Faustregel: Rebalanciere erst dann, wenn eine Position mehr als 5 Prozentpunkte oder 25% relativ von ihrer Zielgewichtung abweicht. Ein 20%-Ziel-ETF löst erst bei <15% oder >25% eine Aktion aus.
Sparplan-Rebalancing: Steuerfrei und einfach
Für die meisten deutschen ETF-Anleger ist Sparplan-Rebalancing die beste Methode:
- Keine Verkäufe → keine Abgeltungssteuer
- Neue monatliche Beiträge werden gezielt in untergewichtete Positionen gelenkt
- Dauert länger, ist aber kostengünstiger und steuerschonend
- Ideal für die Aufbauphase mit regelmäßiger Sparrate
Rebalancing durch Kauf & Verkauf: Mit Steuervorschau
Wenn die Abweichungen zu groß werden oder keine neuen Mittel investiert werden, ist ein direktes Rebalancing durch Kauf und Verkauf sinnvoll. Dabei entsteht Abgeltungssteuer auf Verkaufsgewinne.
| Rebalancing-Methode | Steuerkosten | Geschwindigkeit | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Sparplan-Rebalancing | Keine | Langsam (Monate) | Aufbauphase |
| Kauf von Untergewichten | Keine (nur Käufe) | Sofort | Mit freiem Kapital |
| Kauf & Verkauf | Auf Gewinne (26,375%) | Sofort | Entnahmephase |
Automatisches Rebalancing im Dashboard
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